Hallo Ihr Lieben,

hier ist der Otto aus Ottobrunn.

Schon wieder ein Jahr um. Wir AHE Tiere möchten Euch in den Tagen bis Weihnachten von „unserem Jahr“ berichten. Also einen exklusiven Einblick geben, was wir erleben dürfen. Und das alles nur, weil wir das riesengroße Glück hatten, von Tierschützern gefunden und durch viele engagierte Menschen in unser „für immer Zuhause“ gebracht wurden. Jeden Tag bin ich dankbar dafür.

Ich habe hier natürlich auch Aufgaben und Pflichten. Ich bin nämlich der „Willkommens-Kater“ für alle neuankommende Tiere. Und da sag ich Euch was, das waren so einige in diesem Jahr, sicher mehr als 30 Miezen. Manche bleiben wirklich nur ganz kurz hier nach der Fahrt, weil sie dann direkt in ihr eigenes Zuhause gehen. Manche bleiben richtig lang. Und dann ist es meine Aufgabe, sie in unser Zuhause zu integrieren. Darin bin ich richtig gut, sagt meine Mama. Also ich hab da die wichtigste Aufgabe mit den neuen Pflegekatzen. Die niedrigen haushaltsführenden Aufgaben wie Essen machen und putzen und so mache ich nicht, das kann die Mama schon selbst erledigen, da hab ich auch gar keine Zeit dazu. Nach dem Kümmern muss ich immer schlafen.

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(Hier bin ich, Otto, der kleine links, und kümmere mich gerade um die neu angekommene Molly rechts).

Manche neu angekommenen Pflegekatzen sind gleich neugierig und ich zeige ihnen dann alles, was hier wichtig ist. Und andere sind so schüchtern, dass sie tagelang unterm Sofa oder sonst wo verkrochen bleiben. Da gehe ich dann immer wieder nachschauen. Ein paar Mal angeknurrt oder angefaucht werden stört mich nicht, sie meinen es ja meistens nicht so „ernst“. Dann gehe ich halt ein wenig auf Abstand und versuchen es wieder. So hab ich noch jede und jeden Neuankömmling irgendwann gewinnen können, ich hab viel Geduld. Auch wenn manchmal „harte Brocken“ dabei sind wie die Taca, die gerade bei uns ist. Sie findet mich inzwischen auch ganz ok. Meine Mama meint, sie ist keine Kuschelkatze für andere Katzen und wirklich alleine mit Menschen glücklicher, sie braucht aber einen Garten. Da haben wir noch nicht das richtige Zuhause gefunden, aber das kommt bestimmt. Aber sie ist jetzt hier gut integriert – das hab ich geschafft! - und wir warten einfach auf „ihre Menschen irgendwo da draußen“. Kennt ihr die vielleicht – oder seid Ihr es am Ende selbst?

Auch mit unserem neuen Familienhund Tera (auch das Schaf genannt) komme ich gut klar. Ich finde, sie ist eher eine wilde Hummel, ich weiß auch nicht, wie die Mama auf Schaf kommt. Aber sehr selbst. Meine Mama sagt jedenfalls, ich bin das größte Integrations-Talent, was sie je kennengelernt hat. Und ich glaube die Mama hat schon viele Tiere kennengelernt, da kann ich also stolz drauf sein.

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Das ist mein Leben hier, ich liebe es und ich hoffe, dass alles noch ganz lang genau so weitergeht.

Nun wünsche ich Euch viel Spaß mit all unseren Geschichten. Manche kommen aus dem neuen „für immer-Zuhause“, einige von den anderen Pflegestellen. Dann haben wir noch Notfellchen, die von ihrem Schicksal berichten. Und Tiere, die in diesem Jahr in den Himmel gekommen sind und von oben auf ihr Zuhause auf der Erde sehen.

Wir alle wünschen Euch eine besinnliche Adventszeit.

Euer Otto